Northern Territory

Top End

Darwin ist eine moderne Provinzhauptstadt. In Darwin und dem gesamten Nordzipfel des Landes gibt es zwei sehr unterschiedliche Jahreszeiten. In der Regenzeit im Sommer herrscht Monsunklima mit Gewitterstürmen am Nachmittag, hoher Luftfeuchtigkeit und starken Wolkenbrüchen, die die Wasserfälle oft gewaltig anschwellen lassen. Die Schauer halten jedoch meist nur eine Stunde an. Die Trockenzeit dauert von Mai bis Oktober und bringt endlosen Sonnenschein und milde Abende, Feuchtgebiete trocknen aus, Vögel und Wildtiere werden in immer kleiner werdende Oasen zurückgedrängt.
Im Top End gibt es herrliche tropische Pflanzen zu bewundern, z. B. im Botanischen Garten in Darwin und in zahlreichen Nationalparks. Südlich von Darwin liegen die Naturparks Howard Springs und Berry Springs sowie das Fogg-Dam-Vogelschutzgebiet . Mindil Beach, Mandorah Beach und Fannie Bay in der Nähe der Stadt laden zum Baden ein.

Kakadu Nationalpark

Dieser Nationalpark, der auf der World-Heritage -Liste der UNESCO aufgeführt ist, liegt östlich von Darwin und kann auf dem Arnhem Highway in 3 Std. erreicht werden. Zum Park gehören auch die Überschwemmungsgebiete zwischen dem Wildman- und dem Alligator- Fluss, die zum Van-Diemen-Golf im Norden fließen. Am Steilhang im Arnhem Land am Rand des Parkes kann man die prächtigen Jim-Jim – und Twin- Wasserfälle bewundern, die über steile Felswände in kristallklare Felsenteiche hinabrauschen. In den Felsengebieten Ubirr (Obiri Rock) und Nourlangie Rock sind über 20.000 Jahre alte Felsmalereien der Aborigines zu sehen.
Im Parkgelände gibt es drei Hotels und einige Campingplätze, die als Ausgangspunkte für Ausflüge in diese einmalige Umgebung dienen. In zahllosen Flüssen und Billabongs (»Wasserlöcher«) kann man ausgezeichnet angeln, hierfür ist jedoch eine Genehmigung erforderlich. Der Barramundi ist eine ganz besondere Delikatesse. Im Schwemmland leben 260 verschiedene Vogelarten. Tausende von Vögeln und Wildtieren sind das ganze Jahr über zu sehen. Täglich werden Flüge über dieses Gebiet sowie Angeltrips angeboten. Beliebt sind Bootsfahrten auf dem South-Alligator- Fluss und den malerischen Yellow Waters , einer Inlandlagune. Der Kakadu-Nationalpark bietet allen Tierarten des nördlichen Australiens eine Heimat und Besuchern des Top End ein aufregendes Ausflugsziel. Touren und Safaris zwischen 1 und 30 Tagen mit dem Flugzeug, Reisebus oder Geländewagen werden in Darwin angeboten.

Katherine Gorge/Nitmiluk National Park

 

Die Ortschaft Katherine , ca. 310 km südöstlich von Darwin, liegt im so genannten »Niemandsland«, dem Never Never Land . Dieses Pioniergebiet wurde durch das Buch We of the Never Never der Schriftstellerin Aeneas Gunn bekannt. Hier liegt das Zentrum der Rinderzucht des Landes. Die Herrenhäuser Old Elsey und Springvale erinnern an die ersten Siedler und Gründer der Stadt. Katherine Gorge, 30 km nordöstlich, ist eines der größten Naturwunder Australiens. Eine atemberaubende Bootsfahrt führt durch die bis zu 100 m tiefen Schluchten. Jede der 13 Schluchten hat faszinierende Felsformationen und steile Felswände über kühlem blauen Wasser. Markierte Wanderwege führen durch die interessantesten Teile des Parks. Schwimmen, Kanufahrten, Bootsfahrten und Hubschrauberflüge sind möglich. Unterkunftsmöglichkeiten aller Art, auch Campingplätze, stehen in der Ortschaft und im Nationalpark zur Verfügung.

Das Red Center

Alice Springs liegt im geographischen Mittelpunkt Australiens. Die Stadt, umgeben von roter Wüste, ist ein beliebter Urlaubsort und Ausgangspunkt für Exkursionen ins Outback . Sportarten wie Golf, Tennis, Ballonfahren und Fallschirmspringen zu zweit werden angeboten.
Das Hauptquartier der Royal Flying Doctors (fliegender Ärztedienst) kann, außer an Sonntagen und öffentlichen Feiertagen, täglich besichtigt werden. Die Funkschule (School of the Air) , deren Schüler zu Hause über ein Funkgerät am Unterricht teilnehmen, kann während der Schulzeit Mo-Fr 08.00-12.00 Uhr besucht werden. Museen und unter Denkmalschutz stehende Gebäude geben einen Einblick in die Geschichte dieser abgelegenen Stadt. Interessant sind auch die Dreamtime Gallery und das Zentrum für Künstler und Kunsthandwerker der Aborigines. Die alte Telegrafenstation, 3 km nördlich der Stadt, steht unter Denkmalschutz. Originalgebäude, restaurierte Gerätschaften und eine Ausstellung alter Fotografien, Zeitungen und Dokumente geben Einblick in die Pionierzeit.
In den Bergketten der MacDonnell Ranges, in der Umgebung westlich und östlich von Alice Springs, findet man bunte Felswände, eindrucksvolle Schluchten und kühle Teiche in den Tälern: Die Schlucht Standley Chasm liegt 57 km westlich von Alice Springs, Glen Helen Gorge 140 km westlich, Ormiston Gorge 130 km westlich und N’Dhala Gorge (mit uralten Felszeichnungen) 96 km östlich der Stadt. Ca. 400 km nördlich von Alice Springs liegen die Devil’s Marbles, zu runden Blöcken erodierte Granitfelsen. Die Aborigines halten diese für die Eier einer legendären Regenbogenschlange. Palm Valley liegt anderthalb Autostunden entfernt im Südwesten von Alice Springs und das Rainbow-Valley im Südosten an den Ausläufern der Simpson-Wüste. Anzac Hill, etwas außerhalb von Alice Springs, bietet eine gute Aussicht auf Stadt und Umgebung. Die neue Straßenverbindung Mereenie Loop Road führt von Glen Helen nach Kings Canyon. Ein Fahrzeug mit Allradantrieb ist hierfür ein Muss. Für die Benutzung der Loop Road muss eine Genehmigung eingeholt werden. Diese ist in Alice Springs vom Central Australian Visitor Centre (Ecke Hartley Street und Gregory Terrace) erhältlich. Kings Canyon, die größte Schlucht Australiens, ist in knapp 3 Autostunden von Alice Springs zu erreichen. Drei Wege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade führen hinauf. Château Hornsby , das einzige Weinanbaugebiet des Bundesstaates, liegt etwa 15 km vom Stadtzentrum entfernt. Im Umkreis von Alice Springs werden mit Vorliebe Grillabende veranstaltet, die auch »Outback-Abende« genannt werden. Mit ein wenig Glück kann man bei den Corroborees der Aborigines zusehen. Kamelritte in die Umgebung sind möglich.

Ayers Rock (Uluru)

Von Alice Springs gelangt man auch zum Ayers Rock (450 km oder 5 Autostunden entfernt), dem größten Monolithen der Welt, welcher eine bedeutende Rolle in der Mythologie der Aborigines spielt. Ayers Rock ist in der Landessprache der Aborigines als »Uluru« bekannt und soll von ihren Vorfahren errichtet worden sein. Besucher dürfen den riesigen Felsen besteigen und die Höhlen am Fuß erforschen. Sonnenauf- und -untergänge am Ayers Rock sind einmalig. Die Sonnenstrahlen verändern die Farbe des Felsens von orangefarben über tiefrot bis zu dunkelstem Violett.